Sektions-News 2021
Pressemitteilung

Alge des Jahres 2022: Panzergeißler Stylodinium droht zu verschwinden, bevor seine kuriose Lebensweise erforscht ist

Die kugelförmige Alge Stylodinium cf. bavariense aus den ehemaligen Torfstichen nahe des bayerischen Seeon heftet sich mit einem Stiel an eine fadenförmige Alge, nachdem sie ihr schwimmendes Stadium aufgegeben hat. Lichtmikroskopische Aufnahme: Corinna Romeikat, Ludwig-Maximilians-Universität München

Eine im Verborgenen heimischer Moore lebende Alge namens Stylodinium haben Forschende zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Sie heftet sich an andere Algen an, auch wenn sie eigentlich selbst schwimmen kann, und gibt daher Rätsel auf. Doch der einzellige Panzergeißler droht gemeinsam mit seinem Lebensraum zu verschwinden, noch bevor seine den Aufsitzerpflanzen im Regenwald ähnliche Lebensweise erforscht ist. Stylodinium dient außerdem der Erkennung ökologisch intakter Moor-Gewässer. Die Stielalge kann der Biodiversitäts- und Klimaforschung dienen, wenn deren Arten zweifelsfrei bestimmbar werden. Daran arbeiten Teams um Prof. Dr. Marc Gottschling von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Dr. Urban Tillmann vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Beide Algenforscher sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Wissenschaftler*innen organisiert sind, die Stylodinium zur Alge des Jahres gewählt haben.

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Sektions-News 2020
News

Alge des Jahres 2021: Schlauchalge Vaucheria velutina verändert das Wattenmeer

Die sich rasch ausbreitende Alge Vaucheria velutina häuft über sandigem Wattboden große Mengen Schlick an (linke Seite). Am Horizont liegt die Insel Sylt. Foto: Karsten Reise

Weit draußen im Sylter Watt, wo sonst Seehunde auf Sandbänken dösen, steckte der Wattforscher Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut dieses Jahr unverhofft in weichem Schlick fest. Hier entdeckte er im Sommer erstmals Schlauchalgen, die über weite Flächen verbreitet waren und sonst nur am Ufer wachsen. In den Vaucheria-Algen verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wie Nataliya Rybalka von der Universität Göttingen durch molekulargenetische Analysen herausfand, stammen die gelbgrünen Vaucheria velutina Algen von nur einem Mutter-Organismus ab. Die von diesem Klon besiedelten Areale dehnten sich schnell auf einer Fläche von mehr als 280 Fußballfeldern aus. Aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und den absehbaren ökologischen Folgen haben Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft Vaucheria velutina zur Alge des Jahres 2021 gewählt.

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News

Erster Schüler*innen-Preis verliehen

Zum ersten Mal hat die Sektion Phykologie den Preis für den im vergangenen Jahr ausgelobten Wettbewerb für herausragende Projekte "Mit Algen die Zukunft gestalten" verliehen. Von den insgesamt 16 eingegangenen Projektschilderungen belegten:
Den ersten Platz Lorena Koch und Aileen Girschik vom Gymnasium Spaichingen für ihr Projekt Power-to-X: Butan, Buten und Wasserstoff aus Algenextrakt, in dem sie gemeinsam mit ihrem Lehrer Manuel Vogel erkundet hatten, wie man Algen-Extrakte zur Gewinnung von Biogas verwenden kann. Die beiden Schülerinnen erhielten eine Urkunde sowie ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro und stellten ihr Konzept und die Experimente in einem Vortrag vor.
Die Preise zwei und drei gingen an: Christina Schachner vom Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut für Green Energy - Optimierung der Wachstumsbedingungen von Chlorella Algen zur Biodieselherstellung sowie an Nicole Fröhlich und Kathrin Schreder von der Schule HTL Glas und Chemie für das Projekt Das Leuchten der Algen.

Fotos der Preisverleihung finden Mitglieder im Intranet (LogIn)

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News · Nachwuchsförderung

Wissenschaftspreise verliehen

Während der 18. wissenschaftlichen Tagung unserer Sektion (8. bis 11. März 2020) erhielten die folgenden beiden Arbeiten unsere beiden Preise:

Den Ernst-Georg-Pringsheim-Preis für die beste präsentierte Doktorarbeit erhielt Soo Hyun Im (Konstanz) für Ihren Vortrag: Characterization of Aureochromes - Novel Blue Light Photoreceptors in Diatoms.

Den Studierenden-Förderpreis für die beste Masterarbeit erhielt Anna Busch (Köln), für ihren Vortrag: A UV-inducible sunscreen pigment found in the extracellular mucilage of aerophytic green algae (Zygnematophyceae)

Bilder der Preisübergaben finden Sie im Intranet (LogIn erforderlich).

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News · Tagungsbericht

Phykologentagung in der Eifel

Die Teilnehmenden diskutierten phykologische Forschungsergebnisse im Kloster Steinfeld. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Die 18. wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie fand vom 8. bis 11. März 2020 im Kloster Steinfeld in der Eifel statt. Prof. Dr. Burkhard Becker hatte die Algenforscher*innen zum wissenschaftlichen Austausch geladen und 65 Teilnehmende waren dem Ruf gefolgt. Prof. Dr. Peter Kroth, Vorstandsmitglied und Bindeglied zur Federation of European Phycological Societies (FEPS), listet die Vorträge und Tagungsschwerpunkte in den Actualia unserer "Mutter" Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG). Die Sektion verlieh erstmals den Schüler*innen-Preis und zeichnete hervorragende Vorträge und Poster der Nachwuchskräfte mit Preisen aus. Die turnusgemäße Wahl der Sprecher*innen und Funktionäre bestätigte alle amtierenden Mitglieder des Vorstands im Amt.

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Pressemitteilung

Alge des Jahres 2020: Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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Sektions-News 2019
News · Veranstaltung

Sektionstagung: jetzt anmelden!

Ab sorfort kann man sich für die Sektionstagung 2020 registrieren. Auf Ihre Anmeldung und Abstract-Einreichung freut sich das Team um Organisator Prof. Dr. Burkhard Becker (Uni Köln). Die Konferenz findet vom 8. bis 11. März 2020 im Kloster Steinfeld in der Eifel in der Nähe von Köln statt. Early-Bird-Rabatte winken bei Anmeldung bis zum 6.12. 2019.

Ihr folgt vom 11. bis 13. März 2020 ein Algen-Bestimmungskurs, für den man sich ebenfalls anmelden kann.

Details siehe Tagungswebsite

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News

Erster Schüler-Wettbewerb: Mit Algen die Zukunft gestalten

Dank der vielen Arten und Verwendungen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Projekte rund um das Thema Algen für den Wettbewerb. Fotos: Mitwirkende in der Sektion Phykologie

Alle Schülerinnen und Schüler in Gymnasien, Gesamtschulen und ähnlichen Einrichtungen können Projekte einreichen zum ersten Wettbewerb „Mit Algen die Zukunft gestalten“. Jedes Projekt kann teilnehmen, sofern die Einreichenden 16 Jahre oder älter sind. Den Preistragenden winken nicht nur Auszeichnung und Preisgeld, sondern auch eine Einladung zur nächsten wissenschaftlichen Konferenz der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die ausschreibenden Algenforscher*innen organisiert sind. Vom 8. bis 11. März 2020 in Steinfeld in der Eifel können die Preistragenden ihr Projekt den Forscherinnen und Forschern vorstellen. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2020.

Unser Flyer (pdf-Datei) fasst die nachfolgenden Informationen zusammen.

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Pressemitteilung

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

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Sektions-News 2018
News

Algenkalender 2019

Die Alge Chaetophora elegans ziert das Deckblatt des Kalenders (links). Das Oktober-Blatt zeigt die Alge Actinoptychus senarius. Alle Aufnahmen: Gerd Günther

Das Deckblatt des Kalenders zeigt eine Dunkelfeldaufnahme der fädigen Grünalge Chaetophora elegans. Im Inneren sind unter anderem die Zieralge Micrasterias apiculata und das Cyanobakterium Chroococcus turgidus abgebildet. Um Arten wie die marine Kieselalge Actinoptychus senarius räumlich besser darstellen zu können (siehe Bild), hat der Fotograf (Mikrofotografie-Spezialist Gerd Günther, www.mikroskopia.de) optische Schnittserien durch Zellen gemacht und anschließend die Bilder in einer Fotomontage zusammengestellt. Bestellen kann man den Algen-Kalender wieder bei unseren Sektionsmitgliedern des Kölner Biozentrums Culture Collection of Algae at the University of Cologne (CCAC). Deren Website bietet eine Vorschau aller Algenaufnahmen für die 12 Monate.
Quelle: CCAC

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Ehrenmedaille für Christian Wiencke

Professor Dr. Christian Wiencke (links) erhielt die Auszeichnung von Laudator Kai Bischof und der Sprecherin Regine Jahn. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Die Hans Adolph-von-Stosch-Medaille erhielt Professor Dr. Christian Wiencke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung während eines festlichen Kongress-Dinners der Sektionstagung in Berchtesgaden. Mit der Ehrenmedaille würdigt die Sektion seine langjährigen Verdienste für die Algenforschung und insbesondere sein Engagement für die Polarforschung auf Spitzbergen und in der Antarktis. In einer bewegenden und begeisternden Laudatio beschrieb Professor Kai Bischof aus Bremen darüber hinaus sein wertvolles Wirken in und für die Sektion; auch das Logo der Sektion geht auf Wiencke zurück.

zu den weiteren Fotos der Verleihung

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Nachwuchsförderung

Preisverleihungen 2018

Alle ausgezeichneten Nachwuchsphykologinnen und die Gewinner der Buchverlosung. Fotos: Kerstin Hoef-Emden

Der Pringsheim-Preis für herausragende Doktorarbeiten wurde dieses Jahr an Dr. Miriam Bernard, Sorbonne Universités, Roscoff, für ihre Arbeit zu Endophyten in der Makroalge Saccharina latissima verliehen. Den Algological Studies-Förderpreis für die beste Präsentation einer Masterarbeit erhielt Ahn T. (Lina) Van, FU Berlin, für ihre Forschung zu phylogenetischen Beziehungen einiger Diatomeentaxa innerhalb der Cymbellaceae. Die Preise für die besten Poster gingen an Vivian Hotter, Uni Rostock, über biologische Bodenkrusten und an Liv Celin Krämer, Uni Mainz, über frühe Carotinoid-Biosynthesewege in Algen. Zudem wurden Buchgutscheine an neue Mitglieder der Sektion verlost.

zu allen Aufnahmen der Verleihung

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Bilder der 17. Sektionstagung

Die Tagung fand im Haus der Berge in Berchtesgaden statt. Foto: esw

Alle Aufnahmen der Sektionstagung (inkl. Kongress-Dinner, Tombola und Pausen) stehen Mitglieden nun im Intranet zur Verfügung.

zum Intranet (LogIn)

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News · Tagungsbericht

17. wissenschaftliche Tagung der Sektion

Bei herrlichem Sonnenschein stellten sich die Teilnehmenden zum Gruppenfoto vor das Haus der Berge. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Über 100 Algenforscherinnen und -forscher aus sechs Ländern waren im März in Berchtesgaden zusammen gekommen, um sich über die jüngsten Forschungsergebnisse auszutauschen. Sie behandelten die ganze Vielfalt der Algenforschung in mehr als 40 Vorträgen und thematisierten Genome, Transkriptome, Metabolome, Metabarcoding sowie Aspekte zum Global Change neben Physiologie und angewandter Algenforschung. Der neu gewählte Beirat, Dr. Thomas Leya berichtet nicht nur über die Themen und Schwerpunkte, sondern auch über die Vorstandswahl, die preisgekrönten Nachwuchskräfte und erklärt, warum Professor Dr. Christian Wiencke mit der Ehren-Medaille der Sektion ausgezeichnet wurde.

Zur Tagungsnachlese von Thomas Leya (Fraunhofer IZI-BB), Beirat der Sektion Phykologie, auf der DBG-Website

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News

Vorstandsmitglieder einstimmig (wieder-)gewählt

Professorin Dr. Maria Mittag von der Uni Jena wurde einstimmig zur neuen Sprecherin der Sektion Phykologie gewählt. Sie hatte zuvor als stellvertretende Sprecherin von Dr. Regine Jahn (BGBM Berlin) amtiert. Jahn, bislang erste Sprecherin, hatte sich nach nunmehr 10 Jahren im Vorstand der Sektion von dem Amt zurückgezogen. Auch die anderen Mitglieder des bisherigen Vorstands wurden bei der turnusgemäßen Wahl in Berchtesgaden einstimmig gewählt: Prof. Dr. Claudia Büchel ist nun zweite Sprecherin der Sektion und war in der vorangegangenen Amtsperiode Beisitzerin. Als neuer Beisitzer fungiert nun Dr. Thomas Leya vom Fraunhofer-IZI in Potsdam. Die im Amt bestätigten Schriftführer Assoz.-Prof. Dr. Andreas Holzinger, Schatzmeisterin Dr. Maike Lorenz, Graduierten Beisitzerin Dr. Karin Glaser und der Vertreter in der Federation of European Phycological Societies (FEPS) Prof. Dr. Peter Kroth traten wie die oben Genannten mit dem Wahldatum ihre Vorstandsämter an. Neuer Kassenprüfer ist Dr. Martin Lohr von der Uni Mainz.

zur Übersicht des amtierenden Vorstands

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News · Veranstaltung

Conference of the Phycology Section

Die wissenschaftliche Tagung unserer Sektion Phykologie in der DBG mit Themen rund um die Algenforschung wird vom 11.-14. März 2018 in Berchtesgaden stattfinden. Die Programm-Übersicht und die Abstracts stehen auf der Konferenz-Website zum Download zur Verfügung.
Zur Website

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Pressemitteilung

Klebsormidium: Pendler zwischen scheintot und Wiedererwachen ist Alge des Jahres 2018

Die Alge Klebsormidium lebt in Bodenkrusten wie hier in der Eiswüste der norwegischen Insel Spitzbergens, wo kaum noch Leben möglich ist. Foto und ©: Ulf Karsten, Universität Rostock

Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an solchen Orten, wo keine andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Forscher interessieren sich für ihre biologischen Tricks, wie sie zwischen leblos und Wiedererwachen hin und her wechselt. Die Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Universität Rostock) erforschen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte.

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Sektions-News 2017

Newsletter - Dez 2017

Inhalt

  • Aktuelles zur Sektionstagung im März 2018 in Berchtesgaden
  • Tagungen 2018 und 2019
  • Informationen über Twitter verbreiten
  • Algenkalender

lesen Sie den Newsletter (nur für Mitglieder): zum Log-In

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News

Algenkalender 2018

Cover und Rücken des neuen Kalenders, der ab sofort bestellt werden kann. Mit freundlicher Genehmigung von CCAC

Das Cyanobacterium Calothrix sp. ziert das Titelbild und die Rückseite der 8-geißlige Prasinophyt Pyramimonas cf. octopus. Das sind nur zwei der lichtmikroskopischen Aufnahmen von Algen auf den insgesamt 12 Kalenderbildern. Diese zeigen außerdem Vertreter der Bacillariophyceae, Cyanobacteria, Chlorophyceae, Chrysophyceae, Coleochaetophyceae, Cryptophyceae, Dinophyceae, Euglenophyceae, Synurophyceae and Zygnematophyceae. Alle Fotos hat der Kölner Mikrofotografie-Spezialist Gerd Günther aufgenommen (siehe: www.mikroskopia.de). Bestellt werden kann der Kalender unserer Sektionsmitglieder vom Culture Collection of Algae at the University of Cologne (CCAC) am Biozentrum Köln über deren Website, die auch eine Vorschau aller Algenaufnahmen bietet.

direkt zur Website

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Sektion Phykologie · Veranstaltung

Frühbuchung verlängert

Die günstigen Early-Bird-Konditionen für die kommende Tagung der Sektion Phykologie ist bis 15. November verlängert. Mitglieder der Sektion profitieren darüber hinaus von einer vergünstigen Teilnahmegebühr. Die wissenschaftliche Tagung rund um die Algenforschung wird vom 11.-14. März 2018 in Berchtesgaden stattfinden. Abstracts werden noch bis zum 15. Dezember angenommen.

direkt zur Website

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News · Pressemitteilung

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation in der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (Pfeile). Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Algenforscher haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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Sektions-News 2016
News

Kalender: 12 großformatige Algen-Aufnahmen

Die Titelseite ziert Pyrocystis fusiformis, auf dem Rücken sind Kolonien von Volvox aureus abgebildet (Aufnahmen: Gerd Günther, mikroskopia.de).

Einen Kalender für das kommende Jahr offeriert die Website der Culture Collection of Algae at the University of Cologne (CCAC). Die Kölner Phykologen haben wieder 12 lichtmikroskopische Algen-Aufnahmen der von ihnen kultivierten Algen zusammengestellt; diesmal aus den Gruppen der Bacillariophyceae, Cyanobacteria, Chlorophyceae, Dinophyceae, Euglenophyceae, Florideophyceae, Trebouxiophyceae und Zygnematophyceae. Der Kalender kann in englischer und deutscher Sprache bestellt werden und misst 30 x 29 cm.

Quelle: CCAC

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News · Presse

Algen-Expertenliste für Meere und Ozeane

Das Wissenschaftsjahr 2016*171) thematisiert Meere und Ozeane. Daher bietet die Sektion Phykologie eine Liste mit Experten für marine Algen als Ansprechpartner für die Medien.

zur Expertenliste

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News · Tagungsbericht

16. Wissenschaftliche Konferenz der Sektion Phykologie

Einstimmig zum neuen Vorstand gewählt (v.l.n.r): Maria Mittag, Regine Jahn, Karin Glaser, Peter Kroth, Andreas Holzingern, Maike Lorenz, Claudia Büchel. Foto: Kerstin Hoef-Emnden (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Mehr als 90 Algenforscher aus Deutschland, Tschechien und Österreich waren vom 6. bis 9. März 2016 nach Leipzig gekommen, um sich über die jüngsten Ergebnisse der Phykologie auszutauschen. Die Tagung unserer Sektion in der DBG wurde von Professor Christian Wilhelm und seinem Team hervorragend ausgerichtet und fand in der Bibliotheca Albertina statt. Die Themen reichten von “Primärproduktion und Biotechnologie”, den DFG Schwerpunkt “Antarktis”, “Algenökologie”, “Biodiversität der Mikroalgen”, “Biodiversität und Ökologie der Mikroalgen”, „Vom Molekül zur Physiologie“, “Grün- und Kieselalgen” bis zu “Algen als Modellorganismen”. Das Konferenzdinner fand im Leipziger Panometer statt, in dem die Teilnehmenden das australische Great Barrier Reef als verdichtete Szenerie der Unterwasserwelt des Korallenriffs vor der Nordostküste Australiens im 360°-Panorama bestaunen konnten.

Zur Tagungsnachlese von Andreas Holzinger (Uni Innsbruck), Schriftführer der Sektion Phykologie, auf der DBG-Website

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News · Sektion Phykologie

Ausgezeichnet: Preise für herausragende Arbeiten des Nachwuchses

Preisträger und Preisträgerinnen (v.l.n.r.): Max Angstberger, Maria Müller, Manuela Trobej, Sophie Steinhagen, Sebastian Wittek. Foto: Wolf-Henning Kusber, Lizenz CC-BY (zum Vergrößern Anklicken)

Während der Phykologentagung 2016 in Leipzig erhielten vier Nachwuchskräfte Preise für ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Den Pringsheim-Preis teilten sich dieses Jahr Sophie Steinhagen und Sebastian Wittek. Steinhagen vom Kieler Helmholtz Centre for Ocean Research analysierte für Ihre Arbeit “Genetic survey of Ulvales in Nothern Germany reveals diversity and introduced species” die oftmals knifflige Vielfalt verschiedener Arten von Ulva in Algenblüten mittels DNA-Barcoding. Sebastian Wittek von der Universität zu Köln untersuchte in seiner Arbeit “Polyploidy – A Potential Key to Stable Endosymbiosis” wie stabile Endosymbiosen entstehen und welche Rolle mehrere Chromosomensätze dabei spielen. Der Algological Studies-Preis ging an Manuela Trobej von der Universität Wien, für ihren Beitrag „Islands in the landscape – travertin springs and the algal communities“. Die Posterpreise erhielten Maria Müller und Max Angstberger.

News · Sektion Phykologie

Vorstandswahl: Präsidium neu besetzt

Einstimmig zum neuen Vorstand gewählt (v.l.n.r): Maria Mittag, Regine Jahn, Karin Glaser, Peter Kroth, Andreas Holzingern, Maike Lorenz, Claudia Büchel. Foto: Kerstin Hoef-Emnden (zum Vergrößern Anklicken)

Während der Tagung der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft fanden turnusgemäß Wahlen statt. Zunächst entlastete die Mitgliederversammlung den alten Vorstand einstimmig. Ebenfalls einstimmig wurden – wie auch alle anderen Ämter – Dr. Regine Jahn (BGBM, Berlin) zur neuen ersten Vorsitzenden und Professorin Maria Mittag (Uni Jena) zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neu im Amt ist seit 7. März Schriftführer Professor Andreas Holzinger (Uni Innsbruck) wohingegen Schatzmeisterin Dr. Maike Lorenz (SAG) im Amt bestätigt wurde. Als neue Besitzerinnen sind Professorin Claudia Büchel (Uni Frankfurt) und als neue Graduiertenvertreterin Dr. Karin Glaser (Uni Rostock) gewählt. Neuer Vertreter vom europäischen Dachverband FEPS ist Professor Peter Kroth (Uni Konstanz). Die vier neuen Köpfe kamen in den Vorstand der Sektion, da sich die bisherigen Amtsinhaber, Professor Ulf Karsten, Dr. Inka Bartsch, PD Dr. Burkhard Becker und Dr. Christina Bock nach mehreren Amtsperioden nicht mehr zur Wahl gestellt hatten. Zum Dank für die geleistete Arbeit überreichte Regine Jahn diesen leckere Präsente.

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News · Sektion Phykologie

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Melosira arctica hängen von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser herab. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivste Alge im Arktischen Ozeans ist, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt in Bild und Text vor.

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Sektions-News 2015
News · Sektion Phykologie

Phykologentagung 2016: Anmeldung und Abstracts erbeten

Bibliotheca Albertina Leipzig von L.E.rewi-sor - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Die Sektion Phykologie lädt alle Interessierten und alle Mitglieder recht herzlich zur 16. Wissenschaftlichen Tagung der Sektion Phykologie vom 6. bis 9. März 2016 nach Leipzig (16th Scientific Conference of the Phycology Section). Tagungspräsident, Professor Dr. Christian Wilhelm, hat die historische Bibliotheca Albertina dafür reserviert, deren Wurzeln in das 16. Jahrhundert reichen. Anmeldungen und Abstract-Einreichungen explizit auch von Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern sind ab sofort möglich und sind bis 15. Februar 2016 erwünscht.
Details auf der Tagungswebsite

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News

Wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie

Die kommende Sektionstagung wird vom 6. bis -10. März 2016 in Leipzig stattfinden und von Professor Christian Wilhelm organisiert, der dafür die sanierte Bibliothek Albertina reservieren konnte. Dort treffen sich auch die Mitglieder zur nächsten Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen.

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News · Tagungsbericht

Tagungsnachlese: European Phycological Congress in London

Mehr als 400 Wissenschaftler aus allen Himmelsrichtungen trafen sich im August in London, um sich über die neuesten Themen und Trends in der Algenforschung auszutauschen. In den 16 Symposien wurden alle Fachrichtungen der Phykologie behandelt, von Systematik, über Physiologie und Molekularbiologie bis hin zu ökologischen Fragestellungen. Die Schriftführerin der Sektion Inka Bartsch blickt in ihrer Tagungsnachlese nicht nur auf einen gelungenen Kongress zurück, sondern schildert, welche Themen erstmals vertreten waren und welche noch intensiver Forschung bedürfen.

Eine Tagungsnachlese von Inka Bartsch, Bremerhaven

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News · Sektion Phykologie

Alge des Jahres 2015: Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Algenforscher wählten den in allen Weltmeeren vorkommenden Meersalat Ulva zur Alge des Jahres 2015. Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Weil Ulva ohne die Bakterien kaum wachsen kann, locken die etwa 20 bis 30 Zentimeter langen Algen die richtigen Mikroorganismen in ihre Nähe. Wie Makroalgen und Bakterien, zwei Lebewesen aus völlig verschiedenen Organismengruppen, Informationen miteinander austauschen, fasziniert Chemiker, Biologen und Algenforscher, die derzeit die Art Ulva mutabilis als zukünftigen Modellorganismus etablieren möchten.

„An Ulva mutabilis lassen sich sowohl chemische Kommunikation als auch ...
Quelle: Sektion Phykologie

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Sektions-News 2014
News · Buchbesprechung

Seaweed Ecology and Physiology

von Catriona L. Hurd, Paul J. Harrison, Kai Bischof und Christopher S. Lobban

Die zweite Auflage des Buches Seaweed Ecology and Physiology ist nicht nur inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht, sondern hat ihren Umfang gegenüber der ersten von Hurd und Sektionsmitglied Bischof auch erheblich erweitert. Zudem enthält es Essays sechs weiterer Autoren und schließt die Ökologie und Ökophysiologie von Makroalgen der Südhalbkugel mit ein. Damit ist es eines der umfassendsten Bücher über die Biologie von marinen Makroalgen. Die mehr als 500 Seiten, die auf mehr als 20 Jahren Forschungsarbeit beruhen, enthalten mehr als der Titel vermuten lässt, berichtet Dagmar Stengel von der National University of Ireland Galway in ihrer Buchvorstellung. Das Buch sei sehr gut gegliedert, prima getextet, enthalte die wichtigsten Informationen über alle Disziplinen der Algenbiologie, Ökologie und Physiologie. Es erstreckt sich über die Molekularbiologie, über die Ökologie ausgewählter Arten und Lebensgemeinschaften sowie biotischer Interaktionen und taucht tief in die klassische Physiologie mit Themen wie 'Licht und Photosynthese' oder 'Nährstoffe' ein. Sie empfiehlt es aber nicht nur Wissenschaftlern sondern hält es auch in der Ausbildung für unverzichtbar.

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News

Angewandte Phykologie: Algen zum Beurteilen der Wassergüte für EU-Richtlinien

Cover der Übersicht

Die phykologischen Analysen fasst ein Artikel zusammen, mit denen die Wassergüte von Flüssen, Seen und Meeren in Deutschland beurteilt werden. Denn seit dem Jahr 2000 müssen alle EU-Mitgliedsstaaten den ökologischen Zustand ihrer Gewässer kontinuierlich überwachen und bei Überschreiten eines bedenklichen Zustands Sanierungs- bzw. Renaturierungsmaßnahmen einleiten. Sektionsmitglied Dr. Antje Gutowski stellt die Verfahren zur Erfüllung der Wasserrahmenrichtlinie vor und nennt die Algen und phykologischen Parameter, die zum Monitoring der deutschen Habitate herangezogen werden. Ein umfangreiches Literatur- und Webadressenverzeichnis runden ihre Übersicht ab.

Quelle: Algen in der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland

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News · Tagungsbericht

Sektion Phykologie in Stralsund

Mehr als 110 Algenforscherinnen und Algenforscher trafen sich im Meeresmuseum in Stralsund. Foto: Iris Schaub

Mehr als 110 Algenforscherinnen und Algenforscher trafen sich zur Sektionstagung vom 23. - 26. Februar im Meeresmuseum in Stralsund, um sich über ihre jüngsten Ergebnisse auszutauschen. Die 61 Vorträge, die vor allem von Nachwuchswissenschaftlern präsentiert wurden, gaben eine Übersicht über alle Gebiete der Phykologie: über diverse Arten und Algengruppen aus den verschiedensten Habitaten, aus polaren wie hochalpinen Regionen und sogar bis zur Algenforschung auf dem Mars. Abgerundet wurde das Programm mit einer Session zur Ozeanversauerung, einer organismischen Session und Informationen über Fördermöglichkeiten für algenbezogene Arktisforschung. Höhepunkte waren nicht nur die Verleihung der Hans-Adolf von Stosch-Medaille an einen verdienten Kölner Phykologen sondern auch die Auszeichnung herausragender Arbeiten von Nachwuchsforschern mit dem Pringsheim- und dem Algological Studies-Preis sowie eine Auktion.

Quelle: Tagungsbericht von Dr. Heiko Wagner und Prof. Dr. Ulf Karsten in den Actualia der DBG

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News

Vorstandswahl: Neue Kassiererin gewählt und Vorstand im Amt bestätigt

Dr. Maike Lorenz betreut die Sammlung von Algenkulturen an der Uni Göttingen. Foto: Sascha Bubner

Während der Tagung der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft fanden turnusgemäß Vorstandswahlen statt. Bei der Mitgliederversammlung am 24. Februar wurde der alte Vorstand einstimmig entlastet. Der gesamte Vorstand war bereit, noch einmal die Geschäfte zu übernehmen, bis auf die Kassiererin Dr. Johanna Knappe, die dieses Amt 12 Jahre mit großer Sorgfalt geführt hatte. Während der Versammlung wurde ihr dafür herzlich gedankt. Als neue Kassiererin wurde Dr. Maike Lorenz gewählt, die die Sammlung von Algenkulturen an der Universität Göttingen betreut (SAG). Der Vorstand für die kommenden zwei Jahre setzt sich nun folgendermaßen zusammen: 1. Vorsitzender: Prof. Ulf Karsten, 2. Vorsitzende: Dr. Regine Jahn, 1. Beisitzerin: Prof. Maria Mittag, 2. Beisitzerin und Vertreterin der Studierenden: Dr. Christina Bock, 3. Beisitzer und FEPS Council Mitglied, Dr. Burkhard Becker sowie Schriftführerin: Dr. Inka Bartsch, und Kassiererin: Dr. Maike Lorenz.

die neue Kassiererin stellt sich im Kurzportrait vor

News · Pressemitteilung

Alge des Jahres 2014: Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Im Mikroskop erscheinen Geißeln und Augenfleck.

Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii zur Alge des Jahres auserkoren. Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt sehr schnell und wird nicht nur von Algen- und Pflanzenforschern sondern auch von Medizinern geschätzt. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht wie etwa: das unterschiedliche Verhalten tagsüber und nachts, die Mechanismen, welche ihre innere Uhr steuern, wie sie ohne echte Augen Licht wahrnimmt und wie sie diese Information anschließend an den Bewegungsapparat weiter leitet oder mit welchen Tricks sie es schafft, das Wasser, das sie ständig aufsaugt, wieder abzupumpen, damit sie nicht platzt. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von C. reinhardtii; etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt.

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Sektions-News 2013
News

Feierliches Kolloquium: Sektionsmitglied Christian Wiencke geht in den (Un-)Ruhestand

Christian Wiencke. Foto: AWI

Am 17. November trafen sich zahlreiche Phykologinnen und Phykologen, um unser Mitglied und langjährigen Sprecher Professor Christian Wiencke feierlich zu verabschieden. Lesen Sie in dem Bericht von Professor Dieter Hanelt, wer zum Kolloquium nach Bremerhaven reiste und wer alles auf die gemeinsame Forschung und langjährige Freundschaft zurückblickte.

Bericht von Dieter Hanelt

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Neues Fachmagazin: Perspectives in Phycology für Mini-Reviews

Wie der Präsident der europäischen Dachgesellschaft phykologischer Organisationen (Federation of European Phycological Societies, FEPS), PD Dr. Burkrahd Becker, berichtet, wird die FEPS eine neue Zeitschrift herausgeben. Unter dem Titel „Perspectives in Phycology“ sollen Mini-Reviews und Briefe an die Herausgeber jüngste Trends und Meinungen aus der Algenkunde veröffentlichen. Herausgeber des bei der Schweizerbartschen Verlagsbuchhandlung erscheinenden Fachjournals sind Mark Cock (Roscoff) und Burkhard Becker (Köln), die von einem internationalen 19-köpfigen wissenschaftlichen Beitrat unterstützt werden. Die Beiträge für die erste Ausgabe stehen, sodass das online-Journal schon Anfang 2014 erscheinen kann.

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Tagungsnachlesen: Phykologie-Sessions der Botanikertagung

Ins Innere von Diatomeen und Grünalgen haben sich die Teilnehmer der Session „Molecular Cell Biology in Algae” begeben, die auf der diesjährigen Botanikertagung stattfand, bei der sich mehr als 450 Pflanzenforscher vom 30. September bis 4. Oktober 2013 in Tübingen trafen. Wie Claudia Büchel schildert, reichten die Vorträge von Lichternte, Photoprotektion, über Biotechnologie und Photorespiration bis zu circadianen Rhythmen. Was Algen anstellen, um sich gegen Fraßfeinde zu verteidigen, oder wie sie ihre Vakuolen zur Osmoregulation einsetzen, sind zwei der Vorträge, die Eric von Elert von der Session „Biotic Interactions in the Aquatic Environment“ vorstellt.

zur Tagungsnachlese von Claudia Büchel

zur Tagungsnachlese von Eric von Elert

News · Publikation

Algological Studies: neue Herausgeber und Unterstützung für den Förderpreis

Nach dem Wechsel des Herausgeberteams wird Schweizerbart Science Publishers, der die Zeitschrift Algological Studies - The International Journal of Phycological Research verlegt, den Förderpreis der Sektion unterstützen. Die Herausgeber freuen sich nun auf neue Artikel, die von Spezialthemen, über Reviews bis zu „was ich immer schon mal schreiben wollte“ reichen, berichtet Professor Ulf Karsten.

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Internationale Vernetzung: Meeting der Europäischen Dachgesellschaft

Die Federation of European Phycological Societies (FEPS) trifft sich am 29. September 2013 zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Diese wird im Rahmen des 4th Croatian Botanical Symposiuim in Split, Kroatien, abgehalten. Wie der Präsident der FEPS und Vorstandsmitglied PD Dr. Burkhard Becker mitteilt, stehen auf der Tagesordnung u.a.: die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsverlag Schweizerbart und der nächste Europäische Algenkongress in London 2015.

zur Kongress-Website
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Zwischenstand im Forschungsprojekt: Wie das Klima und die Ozeanversauerung die Lebensgemeinschaften am Meeresboden beeinflusst

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen am 1. und 2. Oktober 2013 erste Ergebnisse über die gleichzeitige Wirkung des Klimawandels und die Ozeanversauerung in der Ostsee präsentieren, wenn sie zu ihrem Jahrestreffen zusammen kommen. In ihrem Zwischenbericht erklärt Angelika Graiff, wie die Forscher das Meer der Zukunft simulieren, um den Einfluss beider Faktoren auf die von Makroalgen dominierten Lebensgemeinschaften am Meeresboden zu analysieren. Sie erwähnt auch, wie die Forscher an der Kieler Förde zum Fotomotiv wurden.

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News · Tagungsbericht

Diskutiert und Kooperationen angebahnt – über die Deutsch-Chinesische Algentagung

Ein Sonderband im kommenden Jahr ist neben den neuen Kooperationen und intensiven Diskussionen das Ergebnis einer chinesisch-deutschen Tagung, die im chinesischen Qingdao sattfand. Sektionsmitglied und Co-Organisator Professor Peter Kroth berichtet über der Tagung Molecular and Ecological Research on Algae for a Sustainable Utilization.

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News · Tagungsbericht

Erstes Algenhaus, Biomasse und doppelte Nutzung

Unter dem Titel „Biomasse - Biomasse - Biomasse!“ berichtet Sektions-Mitglied Dr. Thomas Leya vom 6. Bundesalgenstammtisch, zu dem im Mai Forscherinnen und Anwender aus Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hamburg zusammengekommen waren. Schwerpunkt des von der Dechema organisierten Treffens war die energetische Nutzung von Algen. Weitere Aspekte waren ihre Verwendung in Aquakulturen sowie die ganzheitliche Nutzung der Algenbiomasse im Sinne eines Bioraffineriekonzeptes. Highlight der Tagung blieb die Besichtigung des ersten Algenhauses Deutschlands, dessen Bioreaktorfassade die Bewohner mit Wärme und Strom versorgen kann (vgl. Meldung vom 22.1.2013). Leya bewertet die Vorträge aus seiner Sicht als Wissenschaftler,  und gibt die Tipps aus den Vorträgen über EU-Förderprogramme und von nicht-staatlichen Kapitalgebern weiter.

Tagungsbericht von Thomas Leya (pdf)
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Nachruf: Prof. Dr. Dieter Mollenhauer

Dieter Mollenhauer begeistert Studierende für Cyanobakterien während eines Kurses der Sektion Phykologie im Sommer 1990 in Göttingen. Zum Vergrößern bitte anklicken. Foto: Burkhard Büdel.

Unser langjähriges Mitglied Prof. Dr. Dieter Mollenhauer starb unerwartet am 3. Mai 2013 im Alter von 75 Jahren. Prof. Mollenhauer hatte breit gefächerte wissenschaftliche Interessen, was seine weit über 200 Veröffentlichungen belegen. Seine taxonomisch-ökologische Forschung fokussierte auf Cyanobakterien und Desmidiaceen; aber auch Algen mit besonderer Lebensweise (z.B. Gymnodinium aeruginosum) sind darunter. Die Arbeiten mit seiner Frau Resi Mollenhauer zur Endosymbiose von Geosiphon pyriforme waren bahnbrechend und resultierten in einem DFG-Sonderforschungsbereich, den sie gemeinsam mit Prof. Dr. Manfred Kluge (TU Darmstadt) durchführten. Mehr über das wissenschaftliche Werk von Dieter Mollenhauer kann man nachlesen in: Algological Studies 2009, Band 129 (www.schweizerbart.de/papers/algol_stud/list/129).

Viele Phykologen erinnern sich gerne an die lehrreichen sowie spannenden, und immer auch humorvollen Vorträge von Prof. Mollenhauer bei unseren Sektionstreffen. Sein Engagement für die Sektion und die Algenforschung zeichnete die Sektion Phykologie im Jahr 2010 mit der Hans-Adolf von Stosch Medaille aus. Dieter Mollenhauer war ein begeisterter Wissenschaftler, ein begeisternder Lehrer und von großer Menschlichkeit. Er hinterlässt eine schmerzliche Lücke in der deutschen Phykologie.

Burkhard Büdel
Technische Universität Kaiserslautern

News · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Zwei Optogenetik-Pioniere mit Medizin-Preis geehrt

Professor Dr. Peter Hegemann (links). Foto: privat. Professor Dr. Georg Nagel. Foto: Christian Wiese, Uni Würzburg

Peter Hegemann und Georg Nagel erhalten den 2013 Louis-Jeantet-Preis für Medizin für ihre Entdeckung von Ionen-Kanälen, die durch Licht aktiviert werden können. Der Berliner Biophysiker Peter Hegemann und der Würzburger Pflanzenphysiologe Professor Georg Nagel - beide Mitglieder der Sektion - teilen sich die mit 700.000 Schweizer Franken (umgerechnet rund 564.000 Euro) dotierte Auszeichnung. Eine Süßwasseralge und ein Salzsee-Archaebakterium standen am Anfang ihrer Arbeiten. Beide besitzen Lichtsinnesproteine zur Orientierung und Energiegewinnung, sogenannte Rhodopsine. Nagel und Hegemann konnten im Jahr 2002 als Erste zeigen, dass es Rhodopsine gibt, die direkt durch Licht gesteuerte Ionenkänale sind, und bezeichneten sie deshalb als Channelrhodopsine. „Wir haben frühzeitig das Potenzial der Channelrhodopsine als Werkzeuge für die Neurobiologie und eventuelle biomedizinische Anwendungen erkannt“, erinnert sich Georg Nagel heute. Die Wissenschaftler dokumentierten deshalb noch im Jahr 2002 ihre Ideen in einem Patent, das erst vor Kurzem an eine große pharmazeutische Firma für einen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung von neurodegenerativen Augenkrankheiten auslizensiert wurde. Vor kurzem hatte Hegemann für diese Arbeiten auch einen der Leibniz-Preise erhalten (vgl. Meldung vom 13.12.2012)

Quelle: Uni Würzburg

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News · Pressemitteilung

Alge des Jahres 2013: Lingulodinium polyedrum lässt das Meer leuchten

Im September 2011 ließen Massen des Einzellers Lingulodinium polyedrum die Wellen vor der Küste Kaliforniens nahe San Diego blau aufleuchten. Foto: © Mit freundlicher Genehmigung von Prof. em. Christopher J. Wills, University of California, San Diego

Die Algenforscher der Sektion haben den Einzeller Lingulodinium polyedrum zur Alge des Jahres gewählt. Der mit einem Panzer und zwei Geißeln ausgestattete Dinoflagellat fasziniert nicht nur die Forschenden sondern auch Skipper und Strandgänger, weil er sich unter bestimmten Bedingungen massenhaft vermehren und nachts das Meer blau leuchten lassen kann. Die Wissenschaftler, die den Dinoflagellaten auswählten und in der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft organisiert sind, wollen damit eine Algenart würdigen, deren Leuchtfähigkeit fasziniert, einen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus hat und als Sensor genutzt wird, wie PD Dr. Mona Hoppenrath vom Deutschen Zentrum für marine Biodiversitätsforschung (DZMB) bei Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven ausführt.

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Sektions-News 2012
News · Köpfe und Karrieren

Sektionsmitglied erhält Leibniz-Preis 2013

Professor Dr. Peter Hegemann. Foto: privat

Der Optogenetiker startete mit Algen

Professor Dr. Peter Hegemann (57) von der Humboldt-Universität zu Berlin erhält den renommierten, mit 2,5 Millionen Euro dotierten, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2013. Verliehen werden die Preise an die elf neuen Träger im kommenden Frühjahr in Berlin. Die DFG erklärt: „Peter Hegemann kann ohne Wenn und Aber als der Begründer eines der dynamischsten aktuellen Forschungsfelder in den Lebens- und Neurowissenschaften angesehen werden: der Optogenetik beziehungsweise Neurophotonik.“ In der Optogenetik können durch Licht aktivierbare Proteine aus Mikroorganismen in ausgewählte Neuronen eingebracht werden. Hegemann habe ausgehend von Forschungen an der einzelligen Grünalge Chlamydomonas als erster nachgewiesen, dass die unterschiedlichsten Zelltypen durch Licht „schaltbar“ sind, sobald sie mit einem bestimmten Lichtrezeptor-Protein – dem Kanalrhodopsin-2-Protein – ausgestattet sind. Dies eröffne die von vielen Wissenschaftlern herbeigesehnte Möglichkeit, die Auswirkungen von Änderungen etwa der Ionenzusammensetzung oder des pH-Wertes in Zellen ohne gröbere Eingriffe untersuchen zu können. Mithilfe der Kanalrhodopsine konnte Hegemann sodann einzelne Nervenzellen wie auch komplexe neuronale Netzwerke bis hin zum Mäusegehirn mit präzisen räumlich-zeitlichen Lichtmustern anregen. Heute sind die Moleküle zum wichtigen Werkzeug der Optogenetik geworden, einer Methode, die von der Zeitschrift Nature Methods zur Methode des Jahres 2010 gewählt wurde. Mit dem Preisgeld will Hegemann mit seinem Team wieder ein exotisches Forschungsprojekt der Grundlagenforschung anstoßen. Dazu will er eventuell in marinen Mikroalgen erforschen, wie Fotorezeptoren an Tag-Nacht-Rhythmen oder saisonalen Veränderungen beteiligt sind. Er liebäugelt aber auch mit arktischen Algen.

Quellen: HU Berlin und DFG

News · Buchbesprechung

Seaweed Biology - Novel Insights into Ecophysiology, Ecology and Utilization

Cover - Christin Wiencke and Kai Bischof (eds): Seaweed Biology. Springer Series: Ecological Studies, Vol. 219, 2012

Das Fachbuch bündelt aktuelle Ergebnisse der Grundlagenforschung über Makroalgen und zeigt auf, wie sich der globale Wandel auf sie auswirkt. Dabei sind nicht nur steigende Temperaturen sowie vermehrte Wasserbewegungen, veränderte UV- und photosynthetisch aktive Strahlungen berücksichtigt, sondern auch veränderte pH- und CO2-Werte. Der Band, der von zwei Mitgliedern der Sektion Phykologie herausgegeben wurde, enthält 22 Kapitel von anerkannten Experten. Viele der Autoren sind ebenfalls Mitglied der Sektion. In seinem Review erklärt der Phykologe Prof. Christian Wilhelm welche Zielgruppe von dem Buch profitieren wird und beschreibt bei welchen Fragestellungen zum globalen Wandel der Leser Antworten finden wird.

ganze Buchbesprechung lesen (pdf, english)

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News · Köpfe und Karrieren

Vorstandsmitglied ist Präsident der europäischen Algenforscher

Hochschuldozent Dr. Burkhard Becker zum Präsidenten des europäischen Dachverbandes gewählt. Foto: privat

Beim jüngsten Treffen der Europäischen Gesellschaft der Algenforscher (Federation of European Phycological Societies, FEPS) wurde ein Vorstandsmitglied der Sektion, Dr. Burkhard Becker, zu dessen Präsident gewählt; ein Amt das er zu Jahresbeginn 2012 aufgenommen hat. Becker hatte die FEPS als Dachverband gemeinsam mit sechs Vertretern anderer Europäischer phykologischer Gesellschaften im Jahr 2007 gegründet.

zur FEPS

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News · Reputation

Ranking: Algenforscher unter den besten deutschsprachigen Süßwasser- und Meeresbiologen

In der April-Ausgabe hat das Laborjournal die Publikationen von deutschsprachigen Forscherinnen und Forschern von 2006-2009 ausgewertet, die als Süßwasser- und Meeresbiologen arbeiten. Das Forschungsfeld wird von Mikrobiologen dominiert. Unter den 50 meist publizierenden sind mehrere Algenforscher, die in der Sektion Phykologie organisiert sind, wie der vorhergehende Sprecher, Peter Kroth (Uni Konstanz), oder der jetzige Vorsitzende, Ulf Karsten (Uni Rostock). Unter den ersten 50 werden auch Christian Wilhelm (Uni Leipzig), Klaus Valentin und Christian Wiencke (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Kiel) sowie Ansgar Gruber (Uni Konstanz) gelistet.

zur Ranking im Laborjournal

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News · Tagungsbericht

Energiehunger, Versorgungslücke und Mikroalgen als Treibstoffproduzenten

Unter dem Titel „Versorgungslücke“ bewertet Mitglied Thomas Leya seine Teilnahme am 5. Bundesalgenstammtisch, zu dem am 26. und 27. März mehr als 150 Fachleute aus Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in München-Pullach zusammen gekommen waren. Leya berichtet über den wachsenden Energiehunger und zahlreiche Vorträge über Biotreibstoffe aus Algen etwa für Bioethanol oder Biokerosin. Das Spektrum der vom BMBF ins Leben gerufenen Veranstaltung erstreckte sich von der Produktion, über die Schwierigkeiten beim up-scaling bis zur Ökobilanz. Leya kritisiert die hiesigen Fördersummen, die um ein vielfaches geringer sind als in anderen Nationen.

Tagungskommentar von Thomas Leya (pdf)

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News · Tagungsbericht

DNA-Barcoding & Protozoologie

Mitglied Wolf-Henning Kusber berichtet unter dem Titel "Biodiversität im Mikroskop" über den DNA-Barcoding-Workshop sowie über den zweiten Teil der Doppeltagung, welche die Sektion Phykologie und die Deutsche Gesellschaft für Protozoologie im Februar gemeinsam in Wuppertal hielten.

weiterlesen bei GBIF-D (Global Biodiversity Information Facility - Deutschland)

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News · Tagungsbericht

Phykologen-Tagung 2012

Zur 14. Tagung der Sektion Phykologie reisten etwa 80 Teilnehmer nach Wuppertal, wo sie ein hochkarätiges Programm erwartete. Die Themen reichten von ökologischen Aspekten der Wüsten- und Eisalgen über Genomics und Proteomics bis hin zur anwendungsorientierten Forschung. Der Protokollant Michael Schagerl von der Universität Wien genoss es, allen Beiträgen „ausgeliefert“ zu sein, und schwärmt von der herzlichen Atmosphäre, zu dem sowohl der Tagungsort als auch das Organisationsteam um Gela Preisfeld beitrug.

zum Bericht (pdf)

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News

Wahl des neuen Vorstands

Der neue Vorstand der Sektion Phykologie (v.l.n.r.): PD Dr. Burkhard Becker, Dr. Christina Bock, Prof. Dr. Maria Mittag, Dr. Regine Jahn, Dr. Inka Bartsch, Prof. Dr. Ulf Karsten und Dr. Johanna Knappe. Foto: Kerstin Hoef-Emden

Während der 14. wissenschaftlichen Tagung der Sektion Phykologie, die in Wuppertal stattfand, wurde am 27.2.2012 turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt. Professor Dr. Ulf Karsten von der Uni Rostock - bislang zweiter - ist nun erster Vorsitzender, Dr. Regine Jahn vom Botanischen Garten und Botanischem Museum Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin zweite Vorsitzende der Sektion. Neu im Amt der Schriftführerin ist Dr. Inka Bartsch vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Dr. Johanna Knappe von der Universität Marburg wurde als Kassenwartin im Amt bestätigt. Erste Beisitzerin ist Professor Dr. Maria Mittag von der Universität Jena; die 2. Beisitzerin und Graduierten-Sprecherin Dr. Christina Bock von der Universität Duisburg-Essen. Das neue Amt des Vertreters der Sektion in der FEPS kleidet PD Dr. Burkhard Becker von der Uni Köln aus, der damit gleichzeitig 3. Beisitzer ist. Becker, bislang Schriftführer der Sektion, und Professor Peter Kroth, bisheriger Sprecher, hatten sich nicht mehr für diese Ämter zur Wahl gestellt.

zum Vorstand als Übersicht

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News · Pressemitteilung

Armleuchteralge Chara – bedrohter Pionier mit Hang zur Dominanz

In kalkreichen, nährstoffarmen Seen bewächst die Furchenstachelige Armleuchteralge (Chara rudis) den Gewässerboden wie eine Wiese und kann das Ökosystem des ganzen Sees prägen, wie im Bergsee „Sieben Quellen“ nahe Sulzbach-Rosenberg in Bayern. Foto: © Klaus van de Weyer, lanaplan GbR.

Die Armleuchteralgen der Gattung Chara sind die Algen des Jahres 2012. Sie wurden von den Algenforschern der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft gewählt, weil ihre Vertreter sehr verschiedene Strategien verfolgen: Manche erobern als Pionierpflanze neue Gewässer. Andere haben zwar hohe Standortansprüche, wenn sie sich aber ansiedeln, haben sie das Potenzial, das ganze Ökosystem zu prägen, wie die Algenforscherin Dr. Irmgard Blindow von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald erklärt. Mit der Entscheidung wird eine Algengattung gewürdigt, von der 20 heimische Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Organismen stehen.

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Sektions-News 2011 und früher
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Young Phycologists Traveller Award überreicht

Der Sprecher der Sektion, Professor Peter Kroth, überreicht Udo Nitschke den Young Phycologists Traveller Award. Natalya Rybalka erhält ihre Auszeichnung von Professor Ulf Karsten, dem stellvertretenden Sektionssprecher. Die Sprecher werden von Dr. Burkhard Becker unterstützt, dem Schriftführer der Sektion (v.l.n.r.).

Erstmals hat die Sektion die Teilnahme von Nachwuchswissenschaftlern bei einer internationalen Tagung gefördert. Um die als Young Phycologists Traveller Award bezeichnete Unterstützung bewarben sich dieses Jahr Udo Nitschke und Natalya Rybalka, um Anfang September am 5th European Phycological Congress auf der griechischen Insel Rhodos teilzunehmen. Die Sektion unterstützte beide mit jeweils 150 Euro, mit dem sie den Tagungsbeitrag abdecken konnten.

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Phykologe Prof. Dr. Wilhelm Nultsch gestorben

Prof. Dr. Wilhelm Nultsch. Foto: privat

Er schrieb eines der bedeutendsten Lehrbücher der Botanik und trieb die Pflanzenwissenschaften voran. Im Mai ist der Mann, der das Meer liebte, im Alter von 84 Jahren gestorben. In seinem Nachruf erinnert Sektionsmitglied Prof. Dr. Dieter Hanelt, Uni Hamburg, an den Forscher der Fotobiologie mariner Organismen und einen bedeutenden Phykologen.

Ein Nachruf (pdf)

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Peter Kroth vertritt Sektion als Studiogast

Peter Kroth erklärt, warum Algen die Urpflanzen der Erde sind. Screenshot und © Planet Wissen SWR.

"Algen - Erfolgsmodelle aus der Urzeit" lautet der Titel einer SWR-Sendnug aus der Reihe "Planet Wissen". Dazu hat der Sender Peter Kroth eingeladen, den Vorsitzenden der Sektion Phykologie. Ein Video veranschaulicht vorab Ausschnitte der Sendung, die am 9. Juni 2011, 15:00 Uhr im SWR Fernsehen läuft.

News · Tagungsbericht

4. Bundeslagenstammtisch – Basisforschung gefordert

Sektionsmitglied Dr. Thomas Leya vom Fraunhofer IBTM berichtet über das 4. Treffen von Algenexperten, die nach Wegen für die Nutzung von Mikroalgen suchen. Wie sie feststellten, ist es wenig effizient, Algen entweder als Energielieferanten oder als Rohstoffproduzenten zu betrachten. Es müsse beides klug kombiniert werden. Doch zunächst gilt es, Basisarbeit zu leisten, zumal verschiedene Philosophien um den Produktionsprozess konkurrieren. Leya zitiert auch Prof. Dieter Hanelt, der bei der Veranstaltung darauf hinwies, dass sich gerade die gemäßigten Breiten als Standort für Photobioreaktoren eignen, und an welcher Stelle Forscher mit biologischer Expertise und Kenntnis einzelner Algenstämme gefragt sind.

weiter zum Bericht (pdf-Datei)

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News · Pressemitteilung

Fragilariopsis cylindrus liebt das Extreme

Wenn Seegang im Südpolarmeer die Eisschollen in Stücke bricht und umkippt, kommt die braune Unterseite zum Vorschein. Dort beginnen sich im Frühjahr Kieselalgen wie Fragilariopsis stark zu vermehren und färben das Meereis braun, wie im abgebildeten etwa zwei Meter langen Eisstück. Foto: Dr. Thomas Mock, School of Environmental Sciences, University of East Anglia, Norwich, Großbritannien

Algenforscher der Sektion Phykologie haben die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus zur Alge des Jahres gewählt. „Sie fasziniert uns, weil sie im Eis der Polarmeere, einem der extremsten Lebensräume der Erde, überlebt und sich dort sogar vermehrt“, begründet Professor Dr. Peter Kroth von der Universität Konstanz die Wahl. Peter Kroth ist Sprecher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der die Algenforscher organisiert sind.

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Tagungsbericht

13. Wissenschaftliche Tagung der Sektion Phykologie

Zum Treffen der Sektion Phykologie der DBG vom 14. bis 17. März 2010 kamen mehr als 90 Algenforscherinnen und -forscher auf der Insel Reichenau zusammen, um die jüngsten Trends und neuesten Ergebnisse zu diskutieren. In der Podiumsdiskussion über "Biotechnologie mit Algen", wurde das enorme Potential der Algen erörtert und zugleich deren immer noch zu geringe Nutzung bemängelt. Das Niveau der 77 phykologischen Vorträge und Poster mit verschiedensten Schwerpunkten war dieses Jahr sehr hoch. Da sich auch der Nachwuchs bestens präsentierte, wird die Algenforschung in Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Ganze Tagungsnachlese von Professor Dr. Ulf Karsten bei der DBG

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News · Pressemitteilung

Froschlaichalge wird Alge des Jahres 2010

Am Zentralfaden entspringen in regelmäßigen Abständen dicht gedrängte Wirtel, die der Froschlaichalge ein perlschnurartiges Aussehen verleihen. Sie bestehen aus verzweigten Zellfäden. Mikroskopische Aufnahme: Dr. Johanna Knappe, Philipps-Universität Marburg

Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Froschlaichalge zur Alge des Jahres 2010 gekürt. Sie möchten damit auf diese gefährdete Pflanze unserer heimischen Gewässer aufmerksam machen. Froschlaichalgen werden immer rarer, da ihr Lebensraum schwindet. Sie sind auf sauberes und kühles Wasser angewiesen, das jedoch oft zugebaut oder durch Abwässer und Pflanzenschutzmittel verunreinigt wird oder bei zu starker Wasserentnahme ganz versiegt. Die Algenspezialistin Dr. Johanna Knappe von der Philipps-Universität Marburg erklärt, was sie an der Roten-Liste-Art fasziniert.

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Ausgezeichnete Algen- und Amöben-Forscherinnen (1/2)

Eva Nowack prüft eine Kultur mit der einzelligen Schalenamöbe Paulinella chromatophora. Foto und Copyright: Dr. Björn Podola, Universität zu Köln.

Zwei der drei Nachwuchspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) gingen während der diesjährigen Botanikertagung an Forscherinnen, die Einzeller untersuchen:

Für Ihre Ergebnisse über den Photosynthese-Apparat einer Amöbe, die vieles anders macht, erhielt Doktor Eva Nowack den mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm-Pfeffer-Preis. Wie Nowack herausfand nahm die Amöbe eine andere Blaualge auf als andere Photosynthese-treibende Organismen. Die Ergebnisse der Kölnerin eröffnen nun einen neuen Weg zu erforschen, wie höhere Pflanzen zur Energiegewinnung aus Licht kamen ohne sie selbst zu erfinden.

zur DBG-Pressemitteilung (mit Bildern)

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Ausgezeichnete Algen- und Amöben-Forscherinnen (2/2)

Marion Eisenhut bestimmt Produkte des Stoffwechsels in einer Blaualgen-Probe. Foto: Mika Keränen.

Zwei der drei Nachwuchspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) gingen während der diesjährigen Botanikertagung an Forscherinnen, die Einzeller untersuchen:

Doktor Marion Eisenhut erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Strasburger-Preis für ihre Erkenntnisse über die Evolution des photorespiratorischen Stoffwechsels einer Blaulage. Die Physiologin erforscht, wie der so genannte Phosphoglykolat-Zyklus abläuft und ob höhere Pflanzen die zur Entgiftung des Phosphoglykolats nötigen Schritte selbst erfanden oder von den Blaualgen (Cyanobakterien) erbten.

zur DBG-Pressemitteilung (mit Bildern)

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Vorstandswahl

Die anwesenden Sektionsmitglieder bestätigten die Sprecher, den Schriftführer, sowie Schatzmeisterin und Beisitzerin im Amt, die damit für weitere zwei Jahre die Sektion nach innen und außen vertreten.

zur Übersicht aller Vorstandsmitglieder

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Dritter Bundesalgen-Stammtisch

Dr. Thomas Leya vom Frauenhofer IBMT, berichtet vom dritten Treffen. Er ist ein wenig enttäuscht und fordert mehr Einsatz auch anderer Sektionsmitglieder. Lesen Sie seinen Kommentar der Stammtisch-Themen mit dem Schwerpunkt „Downstream“, in denen es um Ernten, Entwässern, Trocknen, Aufbereiten sowie Biogas unter Berücksichtigung von Energiebilanzen ging.

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News · Pressemitteilung

Emiliania huxleyi - ein Algenzwerg, der auf das weltweite Klima wirkt

Eine Massenvermehrung von Kalkalgen in der Barentssee nahm die NASA mit einem ihrer Satelliten auf. Sterben die Algen ab, lösen sich ihre Kalkplättchen, streuen das Sonnenlicht und das Wasser erscheint hellblau. Haften die Plättchen noch an den Algen wirken sie nicht Licht streuend. Ob Kalkalgen eine Algenblüte dominieren ist also erst dann aus dem Weltraum zu sehen, wenn die meisten Individuen bereits abgestorben sind und Ihre Kalkplättchen freigesetzt haben. Foto: Jacques Descloitres, NASA/GSFC, MODIS Rapid Response

Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft wählen Emiliania huxleyi zur Alge des Jahres, um sie als einen Schlüsselorganismus der Erde zu würdigen. „Wegen ihrer weltweiten Bedeutung wurde Emiliania in das Sequenzierungs-Programm am Joint Genome Institute in Kalifornien aufgenommen, wo ihr Erbgut nun entschlüsselt wird“, erklärt Professor Dr. Peter Kroth, Vorsitzender der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Mit dem genetischen Bauplan der Alge wollen die Forscher eine Basis schaffen, um den globalen Kohlenstoffkreislauf zu ergründen.

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News · Pressemitteilung

Micrasterias - unsterblich und doch auf der Roten Liste

Das gegabelte Scheibensternchen (Micrasterias furcata) hat einen Durchmesser von nur 0,2 Millimeter und lebt in Mooren. In der Roten Liste von 2008 ist es als stark gefährdet eingestuft: Seit seiner ersten Beschreibung konnte es nur dreimal in ganz Deutschland aufgespürt werden. In Österreich ist die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Universität Hamburg

Algenforscher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft wählen die Zieralge Micrasterias zur Alge des Jahres 2008. Micrasterias, aus dem Griechischen abgeleitet etwa „kleines Sternchen“, ist eine stark bedrohte, formen- und artenreiche Algengattung, die auf intakte Gewässer angewiesen ist.

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Neue Vorstandsmitglieder

Während der Botanikertagung der DBG wählten die Sektionsmitglieder neue Sprecher, weil der amtierende erste Sprecher, Prof. Dr. Christian Wiencke vom Alfred Wegener Institut, auf eigenen Wunsch zurück trat. Sein Amt übernimmt Prof. Dr. Peter Kroth, der bislang stellvertretende Sektionssprecher. Prof. Dr. Ulf Karsten wurde zum zweiten Sprecher gewählt. Neu ist auch die Beisitzerin, Dr. Regine Jahn. Die Wahl bestätigte den Schriftführer, HD Dr. Burkhardt Becker, und die Schatzmeisterin, Dr. Johanna Knappe, im Amt.

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News · Pressemitteilung

Seetang Laminaria ist Alge des Jahres 2007

Algenforscher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft rufen den Seetang der Gattung Laminaria zur Alge des Jahres aus: Laminaria-Seetang wird mehrere Meter groß und bildet mit anderen Großalgen den „Regenwald des Meeres“. Er enthält Alginsäure, die als Stabilisator in vielen Lebensmitteln und Kosmetika verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen wächst Seetang vorwiegend in der dunklen Jahreszeit. Algen verbrauchen das Treibhausgas Kohlendioxid und sind die wichtigsten Sauerstoff-Produzenten der Erde.

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