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Lesenswert!
März 2007
MJ Behrenfeld, K Worthington, RM Sherrell, FP Chavez, P Strutton, M McPhaden & DM Shea: Controls on tropical
Pacific Ocean
productivity revealed through nutrient stress diagnostics; Nature 442, 1025 - 1028 (2006)
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Die Produktivität der Ozeane auf der Erde ist sehr unterschiedlich. Seit langem wird vermutet, dass die beobachtete Variabilität der Primärproduktion der Ozeane auf verschiedene Nährstofflimitierungen zurückgeht. So konnte Ende der 90iger Jahre durch großflächige Düngung mit Eisen gezeigt werden, dass das Wachstum des Phytoplanktons im tropischen Pazifik durch die Verfügbarkeit an Eisen limitiert wird (Nature 407, 695 - 702 (2000)). Ein Schwachpunkt dieser Arbeiten war jedoch, dass diese Aussagen letztlich auf wenige km² beschränkt blieben, obwohl Tonnen von Eisen als Dünger eingesetzt wurden.
In ihrer Publikation weisen Behrenfeld et al. nun einen Weg zur globalen Analyse der die Primärproduktion der Ozeane begrenzenden Faktoren. Die Autoren weisen nach, dass der Nährstoffstatus von marinen Algen durch Messungen des Tagesprofils der normalisierten Chlorophyllfluoreszenz (Fv/Fm) festgestellt werden kann. Das Tagesprofil von Fv/Fm weist Maxima während der Dämmerung, und Minima mittags und während der Nacht auf. Durch in-situ Experimente konnten die Autoren zeigen, dass die Ausprägung dieser Maxima und Minima vom Nährstoffangebot abhängig ist. So zeigen Algen mit Eisenmangel ein niedrigeres Fv/Fm Maximum während der Dämmerung als Algen ohne Eisenmangel. Anschließend benutzen die Autoren Satellitenmessungen des Tagesprofils der Chlorophyllfluoreszenz des tropischen Pazifik, um die Nährstoffbedingungen im tropischen Pazifik zu untersuchen: Sie konnten drei verschiedene Bereiche im tropischen Pazifik mit unterschiedlichen Nährstoff Bedingungen identifizieren und die vorgeschlagene Eisenlimitierung großer Teile des Pazifiks bestätigen.
Mit ihrer neuen Methode kann nun die Nährstofflimitierung der Ozeane auf einer wirklich globalen Skala untersucht werden. Diese Untersuchungen werden in der Zukunft eine viel bessere Abschätzung der globalen Primärproduktion in den Ozeanen erlauben.
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Vorgestellt von
HD Dr. Burkhard Becker
Botanisches Institut
Otto-Fischer-Str. 6
50674 Köln
Email:
b.becker(at)uni-koeln(punkt)de
Im Feb 2007

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